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Dein Gang verrät, ob du Autismus hast. Dieser Marsstein wurde für eine Rekordsumme versteigert. Und warum uns KI in eine neue Energiekrise stürzt.

Finger weg von Slush-Eis? Lässt Smog unsere DNA mutieren? Und dieser „Katzenparasit“ könnte dein Gehirn gewaltig durcheinanderbringen.

Das und einiges mehr erwartet dich! Willkommen zu diesem Wochenrückblick. Los gehts!

🌍 Wie unsere Staudämme den magnetischen Nordpol verschoben haben.

✍️ Die Kurzfassung

  1. Wir Menschen haben so viele Staudämme gebaut, dass wir damit die Erdachse um etwa einen Meter verschoben haben – und damit auch die Position des magnetischen Nordpols, so eine Studie der Harvard University.

  2. Das liegt daran, dass das aufgestaute Wasser enorme Massen umverteilt, was die Rotation des Planeten beeinflusst – ein Phänomen namens „True Polar Wander“ (Polwanderung).

  3. Seit dem 19. Jahrhundert hat sich der magnetische Nordpol in zwei Phasen erst nach Osten, dann nach Westen verlagert – im Takt des globalen Dammbaus.

  4. Nebenbei hat das Wasserstauen auch den Meeresspiegel weltweit um 21 Millimeter gesenkt – klingt vielleicht gut, ist aber nur ein kleiner Trost angesichts des Klimawandels.

  5. Die Studie zeigt: Der Mensch verändert inzwischen nicht nur Klima und Umwelt, sondern auch buchstäblich das Gleichgewicht des gesamten Planeten.

📌 Mehr erfahren? → Geophysical Research Letters

🧠 Dein Gang verrät, ob du Autismus hast.

✍️ Die Kurzfassung

  1. Autistische Menschen zeigen oft eine besondere Art zu gehen, was Hinweise auf ihre neurologische Entwicklung geben kann, so eine Meta-Analyse, die 18 Studien aus insgesamt 30 Jahren Forschung genauer betrachtet hat.

  2. Zu den besonderen Merkmalen zählen z. B. Zehenspitzenlauf, stark nach innen oder nach außen gedrehte Füße, ein sehr langsamer oder breitbeiniger Gang und eine größere Variation in Schrittlänge und -tempo.

  3. Diese motorischen Besonderheiten hängen mit Entwicklungsunterschieden im Gehirn zusammen – vor allem in den Bereichen, die Bewegung koordinieren: den Basalganglien und dem Kleinhirn.

  4. Nicht jede Auffälligkeit muss behandelt werden – entscheidend ist, ob sie den Alltag beeinflusst, etwa durch häufiges Stolpern, Schmerzen oder eine eingeschränkte Teilnahme an Aktivitäten.

📌 Mehr erfahren? → Autism Research

🤢 Vorsicht! Warum kleine Kinder kein Slush-Eis essen sollten.

✍️ Die Kurzfassung

  1. Slush-Eis mag bunt und erfrischend sein, kann aber vor allem für kleine Kinder gesundheitlich problematisch werden.

  2. Schuld ist unter anderem der Zusatzstoff Glycerin, der das Eis „schön matschig“ macht, aber bei Kindern bereits in kleinen Mengen (ab 100 ml Slush-Eis) Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Benommenheit auslösen kann.

  3. Eine gesetzlich festgelegte Höchstmenge für Glycerin gibt es bisher nicht – genauso wenig wie für die verwendeten künstlichen Farbstoffe, die ebenfalls in der Kritik stehen, so der Verbraucherservice.

  4. Diese Farbstoffe – u.a. Tartrazin (E102), Allurarot (E129) und Gelborange S (E110) – können nicht nur Allergien begünstigen, sondern stehen auch im Verdacht, Hyperaktivität und Konzentrationsstörungen zu fördern.

  5. Wer auf Nummer sicher gehen will, lässt die fertige Slush-Eis-Mischung links liegen und mixt sich lieber eine gesündere Variante aus Obst, Wasser, Zitronensaft und ein bisschen Honig selbst.

📌 Mehr erfahren? → Verbraucherservice Bayern (inkl. Rezept für selbstgemachtes Slush-Eis)

💰 Dieser Marsstein wurde für eine Rekordsumme versteigert.

✍️ Die Kurzfassung

  1. Ein großer Mars-Meteorit namens NWA-16788 wurde im Aktionshaus Sotheby’s für stolze 5,3 Millionen US-Dollar versteigert – deutlich mehr als erwartet.

  2. Mit fast 25 Kilogramm ist er der größte bekannte Mars-Meteorit, der jemals auf der Erde gefunden wurde – seine Entdeckung in der Saharawüste liegt erst 2 Jahre zurück.

  3. Der ungewöhnlich gute Zustand und der seltene mineralogische Aufbau machen den Stein zu einem echten Schatz für die Wissenschaft.

  4. Während einige Forscher hoffen, dass der neue Besitzer das Objekt zugänglich macht, befürchten andere, dass es in einem Tresor verschwindet.

  5. Wer den Zuschlag erhielt, bleibt geheim – und damit auch das Schicksal dieses Weltraum-Juwels.

📌 Mehr erfahren? → ScienceAlert

🧬 Lässt Smog unsere DNA mutieren?

✍️ Die Kurzfassung

  1. Eine neue internationale Studie zeigt: Luftverschmutzung steht in starkem Zusammenhang mit DNA-Mutationen, die Lungenkrebs verursachen können – selbst bei Menschen, die nie geraucht haben.

  2. In Zahlen: Nicht-Raucher, die in Regionen mit hohen Luftverschmutzungswerten leben, haben ein 4-fach höheres Risiko für Krebs-Mutationen im Vergleich zu Nicht-Rauchern in sauberen Wohngegenden.

  3. Die Wissenschaftler untersuchten die Tumor-DNA von 871 Nichtrauchern weltweit und fanden bei hoher Feinstaubbelastung auffällig viele Krebs-typische Mutationen wie TP53 und EGFR, sowie kürzere Telomere (Chromosom-Enden).

  4. Besonders spannend: Ein Teil der Mutationen ähnelt denen von Rauchern, andere – wie die neu entdeckte Signatur SBS40a – treten ausschließlich bei Nichtrauchern in Smog-Regionen auf.

  5. Zwar beweist die Studie nicht direkt, dass Luftverschmutzung Krebs verursacht, doch sie liefert starke Hinweise für diesen Zusammenhang.

📌 Mehr erfahren? → Nature

⚡️ Warum uns KI in eine neue Energiekrise stürzt.

✍️ Die Kurzfassung

  1. Die KI-Branche steckt in einer Energiekrise: Rechenzentren könnten bis 2030 drei Prozent des weltweiten Stroms verbrauchen – und damit doppelt so viel wie heute, erklärt die International Energy Agency.

  2. Um das zu verhindern, setzen Tech-Konzerne auf effizientere Chips, clevere Software und neue Kühlmethoden wie Flüssigkühlung, welche Luftkühler ersetzen soll.

  3. Forschung zeigt, dass bessere Algorithmen und smarte Energieverteilung den Stromverbrauch einzelner KI-Chips bereits um bis zu 30 % senken können.

  4. Trotzdem steigt der Gesamtverbrauch weiter, weil die Nachfrage nach KI-Systemen rasant wächst.

  5. Im globalen KI-Wettlauf gilt Energie-Sparsamkeit inzwischen als strategischer Vorteil – mit China als überraschendem Effizienz-Vorreiter.

📌 Mehr erfahren? → International Energy Agency

🙀 Dieser „Katzenparasit“ könnte dein Gehirn gewaltig durcheinanderbringen.

✍️ Die Kurzfassung

  1. Ein in Katzen häufig vorkommender Parasit namens Toxoplasma gondii kann selbst bei wenigen befallenen Nervenzellen die Kommunikation im Gehirn massiv stören, wie eine neue US-Studie an Mäusen zeigt.

  2. Infizierte Neuronen produzieren weniger und veränderte extrazelluläre Vesikel – winzige Botenstoffpakete –, was das empfindliche Gleichgewicht zwischen Nervenzellen und „Stützzellen“ wie Astrozyten durcheinanderbringt.

  3. Dadurch wird unter anderem weniger überschüssiges Glutamat (wichtiger Neurotransmitter) aus dem Gehirn ausgeleitet, was das Risiko für neurologische Schäden erhöhen kann.

  4. Der Parasit, der sich nur in Katzen fortpflanzen kann, manipuliert möglicherweise das Verhalten seiner Wirte, um ihnen den Weg zu Katzen zu erleichtern – ein Trick, der auch den Menschen betreffen könnte, so die Wissenschaftler.

  5. Zwar verlaufen die meisten Infektionen harmlos, doch die Forschung zeigt: Wir könnten die stillen Risiken dieses global weit verbreiteten Parasiten unterschätzen.

📌 Mehr erfahren? → PLOS Pathogens

Ich hoffe, die heutige Ausgabe hat dir gefallen! Teile diesen Science-Newsletter gerne mit deinen Freunden. Bis nächste Woche. Nerdige Grüße, Anastasia ✌️